Interview mit Herrn Hippeli

7. Jun 2024

 

 

 

Nikolas Malcher (NM): Herr Hippeli, vor Frau Frölich war ihr Vater Schulleiter an dieser Schule. Seit der Eröffnung. D.h. Sie waren als Kind sicher häufig hier an dieser Schule. Woran können Sie sich erinnern?

Christian Hippeli (CH): Ich kann mich vor allem an die Schulfeste erinnern. Die waren auch damals schon sehr bunt und haben sehr viel Musikalisches gezeigt. Es gab auch die Tombola schon. Das weiß ich, weil ich damals etwas gewonnen habe. Und ich kann mich noch daran erinnern, dass ich einmal meinen Vater an der Schule besucht habe. Da war die Schule noch nicht hier, sondern dort, wo heute in Schwetzingen das Jugendzentrum ist.

NM: Wie alt waren Sie bei der Eröffnung?

CH: Sechs Jahre alt.

NM: Wie alt sind Sie jetzt? 56 Jahre.

EA: War das Hochhaus schon da?

CH: Daran erinnere ich mich nicht. Man kann das aber im Archiv nachsehen.

EA: Gab es damals schon Computer an der Schule?

CH: Nein, die gab es noch nicht.

NM: Wissen Sie wie der Unterricht damals war?

CH: Das weiß ich nicht. Aber der war bestimmt nicht so wie heute. Wenn du dir vorstellst, dass die Schule für Menschen mit geistigen Einschränkungen da erst erfunden wurde und sich aus einer Betreuung entwickelt hat. Dann hat man früher sicher mehr gespielt und mehr Ausflüge gemacht. Und so Sachen wir berufliche Eingliederung, die kamen dann erst. Als das Schulhaus hier gebaut wurde, hat meines Wissens noch kein Schüler ein Praktikum gemacht. Das würde dann erst entwickelt. Ich kann mich noch erinnern, dass als ich in Weinheim an der Schule war, da hatte ich eine Berufsschulstufen Klasse und die haben kein Praktikum gemacht. Ich habe das den Schülern dann vorgeschlagen und die fanden das gut. Das war 1999. Also schon viele Jahre später.

NM: Ich stelle mir gerade so vor, wie das gewesen wäre, wenn Sie und Ihr Vater hier gleichzeitig gearbeitet hätten. Dann hätte es hier zwei Herr Hippelis gegeben. 🙂 Ich frage mich gerade, wie alt ihr Vater bei der Eröffnung war.

CH: Das war auch etwas Besonderes. Mein Vater war 29 Jahre alt. Der war also sehr jung als er Rektor geworden. Das liegt aber auch daran, dass damals viele Sonderschulen neu gegründet wurden und man dann ganz viele Schulleiter gebraucht hat.

NM: Ich habe gerade ausgerechnet, welcher Jahrgang ihr Vater ist. Der könnte ja mit meiner Oma in die Schule gegangen sein.

Vielen Dank für das Interview!